about:jati
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Making The Book
Anbietersuche
In diesem Sommer wird dieses Weblog als Buch erscheinen - fast komplett ... naja, so gut wie. Heute habe ich dafür und für weitere Buchprojekte mal die verschiedenen Digitaldruck-Anbieter durchforstet. Eine schweißtreibende Angelegenheit. Zum großen Teil ist das vor allem den vielen schlechten Webseiten geschuldet, die ich mir dafür ansehen musste - widerlich.
Anbieter, die mit ihren Preisen nicht rausrücken oder deren Seiten auf meinem Browser nicht korrekt funktionieren, scheiden schonmal gleich aus. Wer das nicht hinkriegt, druckt auch keine schönen Bücher. Ich meine: Hallo? Wir reden hier über Digitaldruck. Das ist mit Computern und Bits und Bytes und so. Da sollte man doch annehmen, dass man auch ein Händchen für eine vernünftige Website hat.
Na, okay.
Also ein paar Anbieter sind da dann gleich rausgefallen.
Ansonsten gibt es im Wesentlichen drei Arten von Anbietern:
1. Verlage, denen man die Grundkosten für den Digitaldruck bezahlt, damit sie dann im Gegenzug die Arbeit bis zum fertigen Buch übernehmen. Erinnert an die unseligen Druckkosten-Zuschussverlage, bei denen so mancher einen echt schlechten Ruf in der Gemeinde der ungedruckten Autoren genießt. Im Gegensatz zu diesen Verlagen verlangen die Digitaldrucker aber keine paar tausend Euro. Ab 99,95 Euro geht der Traum vom eigenen Buch in Erfüllung. 2. Digitaldruck-Anbieter mit Rundumservice. Im Grunde wie der Verlag unter 1., allerdings hat man bei Bedarf wirklich alles in der eigenen Hand. Der Verlag besteht mindestens auf seinem Logo auf dem Cover, will ab und an sogar sein eigenes Design verwirklicht sehen. Na, manchen wird das nicht stören und bei vielen wäre es besser, sie würden ihre Cover nicht selbst entwerfen. 3. "Pure" Digitaldruck-Anbieter. Bei ihnen kommt einfach nur das fertige Buch aus der Maschine. Für alles andere (ISBN, Pflichtexemplare etc.pp.) ist man selbst zuständig - falls man das alles überhaupt benötigt. Ist also im Prinzip nichts anderes als die Druckerei an der Ecke, nur eben digital.
Die Preise können sehr unterschiedlich sein. Als erstes fallen die Grundkosten ins Auge. Die muss man dafür bezahlen, dass der Anbieter alles bis zum fertigen Buch unternimmt, man bekommt in der Regel ein paar Exemplare für sich usw.usf. Letztlich ist dann alles vorbereitet, jederzeit weitere Exemplare des Buches drucken zu lassen.
Allerdings spielt dieser Preis nur dann eine wichtige Rolle, wenn man davon ausgeht, nur ein paar Bücher zu verkaufen. Also wie z.B. ich mit "about:jati Band 1 2003/2004" :-)
Wenn man davon ausgeht, mehr Bücher zu verkaufen, ist der Stückpreis viel wichtiger.
Heute habe ich verschiedene Anbieter durchgerechnet und dabei festgestellt, dass das recht teure bod.de sich rechnet, wenn man mehr als 500 Bücher verkauft. Für mein kleines Projekt (Codename: DAS GROSSE PROJEKT) wird das dann schon interessanter.
Für "about:jati" werde ich mir allerdings wohl einen puren Digitaldrucker suchen. Und wenn ich dann keine ISBN und den ganzen anderen Kram mache und das Buch dem Handel gar nicht erst anbiete, fällt auch das Problem mit dem Buchpreis weg. Durch die Marge, die der Buchhandel haben will, würde "about:jati" wohl bei 17,- Euro landen. Und das ist mir eindeutig zuviel.
Ach, eines habe ich noch vergessen zu erklären: Warum eigentlich Digitaldruck? Nun, beim normalen Druckverfahren ist es so, dass man ganze Auflagen auf einmal herstellt. Also z.B. 1000 Stück. Das ist vergleichsweise preiswert, allerdings hat man dann 1000 Bücher am Hacken, die bis zum Verkauf gelagert werden müssen. Und das kostet dann wieder. Das Risiko, auf den Büchern sitzen zu bleiben, kann den Kostenvorteil also wieder kaputt machen. Beim Digitaldruck hingegen, liegt das Buch als Datei vor und kann auf den speziellen Druckmaschinen auch in kleinen Stückzahlen bei Bedarf ("on demand") produziert werden. Die Produktion ist pro Buch zwar teurer, aber das Risiko und die Kosten für die Lagerung fallen weg. Zudem ist es sehr viel einfacher möglich, das Buch zu aktualisieren und dann weiterdrucken zu lassen. Beim herkömmlichen Druck, müsste dann eventuell die gesamte noch nicht verkaufte Restauflage "makuliert" werden - sprich: verramscht oder eingestampft.
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Zahlenspiele
Ich bin ja nun gerade dabei, die überflüssigen Leerzeilen herauszunehmen und die Formate richtig zu setzen. Ich bin damit jetzt gerade auf Seite 100 angekommen und die Seitenzahl ist bereits deutlich unter die 300er-Marke gerutscht. 289 Seiten sind es aktuell, um genau zu sein. Wenn ich erstmal durch bin und dann noch die Silbentrennung dazukommt... Na, so um die 300 Seiten werden's aber wohl werden. Schließlich braucht auch das Inhaltsverzeichnis seinen Platz. Das nimmt jetzt schon allein sieben Seiten ein :-) Hatte mal kurz überlegt, ob das überhaupt sein muss, aber andererseits findet man sonst nie einen Text wieder. Ich weiß zwar nicht, ob jemals irgendjemand in die Verlegenheit kommt, einen speziellen Text zu suchen, aber man kann ja nie wissen.
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Ein hartes Stück Arbeit
Inzwischen habe ich die von mir extrahierten Texte einmal in die Vorlage einlaufen lassen und was soll ich sagen: Es sind momentan über 300 Seiten. Und das nur mit der Rubrik "Was sonst noch war". Ich denke also, dass ich es für die erste Ausgabe dabei bewenden lasse :-) Wenn about:jati Band 1 2003/2004 erstmal zum Bestseller avanciert ist, schiebe ich eventuell noch einen Writer's Cut nach mit allen Texten. Aber das ist... nunja... momentan ersteinmal... äh... weniger wahrscheinlich.
Auch so liegt noch ein hartes Stück Arbeit vor mir, denn die rohen Texte müssen ja erst noch in Form gebracht werden - rein layouterisch versteht sich, denn inhaltlich wird nichts mehr dran gemacht.
Eigentlich wollte ich ja gern, dass das fertige Buch bei etwa 1 PG* herausgekommt, ich fürchte aber, dass es eventuell etwas mehr als 1 PG* kosten wird.
Naja, angesichts meiner zahlreichen, sehr treuen Fans sollte das dann allerdings auch kein wirkliches Problem darstellen *hüstel*
Jedenfalls habe ich zum Glück noch fast zwei Monate Zeit bis zum Jubiläum am 13. Juni. Dann muss das Manuskript aber auch stehen, denn sobald der letzte Text drin ist, will ich es zur Buchwerdung abgeben. Na, mal sehen...
-- * PG = Praxisgebühr. 1 PG entspricht 10 Euro.
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Extraktion - ein anstrengendes Business
Puh, ganz schön ode: Ich extrahiere gerade die Texte aus meinem Weblog, um sie für den Druck vorzubereiten. Vielleicht schaffe ich es ja sogar, die Datei dann fortlaufend weiterzuführen bis 13. Juni, wenn das Weblog 1 Jahr alt wird und in Druck geht...
Vor allem: Bislang bin ich erstmal nur mit "Was sonst noch war" beschäftigt. Mal sehen, wie viel das ist. Danach entscheide ich, ob "gut zu wissen" auch mit ins Buch kommt :-)
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